Einleitung:
Der Kauf einer Immobilie ist eine der größten finanziellen Entscheidungen im Leben. Doch viele Käufer übersehen rechtliche Fallstricke, die später teuer werden können. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, worauf Sie achten müssen.
1. Kaufvertrag genau prüfen lassen
Ein Immobilienkaufvertrag enthält viele Klauseln, die für Laien schwer verständlich sind. Typische Stolperfallen:
- Mangelhafte Gewährleistungsansprüche
- Nachträgliche Kosten durch Altlasten
- Unklare Regelungen zu Sondernutzungsrechten
Lösung: Lassen Sie den Vertrag von einem Anwalt prüfen, bevor Sie unterschreiben.
2. Grundbuch genau kontrollieren
Das Grundbuch gibt Auskunft über Eigentumsverhältnisse und Belastungen.
Achten Sie auf:
✔️ Wegerechte Dritter
✔️ Bestehende Hypotheken oder Grundschulden
✔️ Altlasten oder Erbbaurechte
Falls das Grundbuch unklare Einträge enthält, sollten Sie klären, ob zusätzliche Kosten oder Einschränkungen auf Sie zukommen.
3. Bau- und Altlasten prüfen
Besonders bei älteren Gebäuden können versteckte Mängel erhebliche Kosten verursachen. Häufige Probleme:
- Asbest oder andere Schadstoffe
- Undichte Dächer
- Veraltete Elektro- und Sanitäranlagen
Tipp: Beauftragen Sie einen unabhängigen Gutachter, um versteckte Mängel aufzudecken.
4. Finanzierungsfallen vermeiden
Viele Käufer übersehen versteckte Kosten:
✔️ Maklerprovisionen
✔️ Notarkosten
✔️ Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 %)
Tipp: Kalkulieren Sie alle Nebenkosten ein und vergleichen Sie verschiedene Finanzierungsangebote.
5. Rücktrittsrechte im Blick behalten
Nicht immer läuft beim Kauf alles nach Plan. Ein Rücktritt kann notwendig sein, wenn:
- Der Verkäufer falsche Angaben macht
- Mängel verschwiegen wurden
- Die Finanzierung scheitert
Ein Anwalt kann Ihnen helfen, einen sicheren Rücktrittsmechanismus in den Vertrag einzubauen.
Fazit:
Ein Immobilienkauf birgt viele rechtliche Risiken. Eine frühzeitige Prüfung durch einen Fachanwalt schützt Sie vor teuren Fehlern.